Dienstag, 25. August 2009

Teil 5- Flug Bangkok-Sydney

Zum dritten Mal sehe ich jetzt das Einfuehrungs- und Sicherheitsprogramm vor dem Start, ich kann es schon fast auswendig.
Neben mir sitzen jetzt zwei Britinnen, die nach Sydney in Urlaub fliegen. Gerade haben sie einen 3-taegigen Zwischenstopp in Bangkok hinter sich gebracht.
Sie sind ganz begeistert und zeigen mir einen Haufen Fotos. Die beiden hatten frueher Deutsch in der Schule und so beginnt der Flug mit einer Deutsch-Wiederholungssession.
Nach zwei Mal 6 Stunden Flug, ist dieser Flug mit 8,5 Stunden definitiv der laengste.
Wir machen auch mit Jake Bekanntschaft. Er sass schon waehrend des vorherigen Fluges in der Reihe hinter mir, die er jetzt ganz fuer sich alleine hat. Natuerlich goennen wir ihm so viel Platz nicht und ich komme zum Essen nach hinten gehuepft. Es wird ein sehr lustiger Flug,denn wir verstehen uns alle super. Jake und ich sind topfit. Draussen ist es zwar stockduster und kurz vor Mitternacht, in Deutschland ist es aber erst frueher Nachmittag und in Grossbritannien ja nochmal eine Stunde frueher. Somit verquatschen wir die ersten Stunden dieses ewig langen Fluges und tauschen alle unsere E-Mail-Adressen aus.
Jake fliegt seiner Freundin nach,die schon seit Maerz in Australien ist und sie werden zusammen per Worl and Travel durch Australien reisen.
Irgendwann sind aber auch wir muede und ich versuche etwas zu schlafen, was aber mit Filmschauen endet.
Beim Anflug auf Australien geht ploetzlich,innerhalb von nur 2 Minuten die Sonne auf, und das ist nicht untertrieben. Das ganze Flugzeug ist fasziniert.





Nach Abendessen und Fruehstueck auch auf diesem Flugg bin ich stopfevoll und Jakes Aufregung und der Ausblick auf Strand und Meer reissen mich richtig mit.
Ich packe zusammen. Vom Flug Dubai-Bangkok habe ich noch mein Emirates-Paeckchen mit Schlafmaske und extra Flugzeugsocken. Schweinegrippemasken sehe ich auf meiner Reise allerdings wenig. Im Flieger wird zum Glueck beim Landen auch nicht geklatscht,wie in vielen Urlaubsfliegern mitlerweile ueblich.
In Sydeny angekommen sind die drei Briten um mich herum am Ziel. Fuer mich geht es nochmals durch die Sicherheitskontrolle. Vorm Boarding am Flughafen kann ich mich gluecklicherweise nochmal ein bisschen frisch machen und Zaehne putzen, endlich*juhu*
Dann verlaesst mich auch noch ein Knopf an meiner Weste und eine Frau rennt mir damit ganz aufgeregt hinterher. Dann geht es endlich zum Boarding fuer meinen letzten Flug.







Freitag, 14. August 2009

Teil 4 - Flug Dubai - Bangkok

Im Fugzeug angekommen sitze ich neben zwei Hollaenderinnen, ein Paerchen auf dem Weg in den Urlaub nach Bangkok, wie sich spaeter heausstellt.
Die Klimaanlage lauft auf Hochtouren, trtzdem ist mein Touchscreen von der Sonneneinstrahlung ganz heiss.
Ich wechsle zwischen Film schauen,Toilette (ich verfluche die Cola), Musik hoeren und einigen chlafversuchen. Mitlerweile hat sich ene der Hollaenderinnen in eine andere Reihe mit mehr Platz gesezt und ich kann meine Beine hochlegen und habe sogar zwei Kissen *juhuuuu*. Ich beobacte viel die Flugzeugkameras und stelle fest,dass die Perspektive eines Piloten nicht wirklich aufregend ist, eben viel Blau, ein paar Woelckchen.
Beim Essen haben wir sogar richtiges Besteck, keine Plastikvariante. Das Dessert mit dem vielversprechenden Namen "Ginger Espresso Cake" sieht dann aber doch nicht soooo lecker aus und ich lasse es stehen.
Kurz vor der Landung zwingt mich die Cola dann wieder zu einem kleinen Spaziergang.Genau dann geraten wir natuerlch in die ersten Turbulenzen und ich werde so richtig duchgeschuettelt. "Please go back to your seat", leuchtet ein rotes Laepchen neben mir auf. Haha, na super.
Im Vergleich zu Dubai, was von oben betrachtet einfach nur wie eine riesen Wueste mit tausenden von Hochhaeusern aussiehtm eingehuellt in einen riesen Sand-Smog, mit einigen kuenstlich angelegten Gaerten, sieht die Regio um Bangkok Deutschland schon fast en bisschen aehnlich. Felder, Doerfer, eineige Staedte, viel mehr Gruen.
Beim genaueren Hinsehen kann ich auch die grade durchgezgenen Fluesse und die ueberschwaemmten Maisfelder erkennen.
Bilder: Anflug auf Bangkok:







Wir landen bei Sonnenuntergang. In Deutschland ist es zu diesem Zeitpunkt 13:00 Uhr. Um 14:00Uhr deutscher Zeit ist es stockdunkel.
Ich laufe durch den ganzen Flughafen, mal wieder eine Sicherheitskontrolle, ich habe wirklich Glueck mit meinem viel zu schweren Handgepaeck,erneutes Boarding. Waehrenddessen wir das Flugzeug wieder auf Vordermann gebracht, die erste Klasse ist uebrigens immer der groesste Sauhaufen.
Ich laufe auch am Muslim Prayer Room vorbei,da ist grade Hochbetrieb.Und dann gehts auch schon bald wieder in den naechsten Flieger.

Teil 3 - Flughafen Dubai

Gate 210, von dem aus mein Flug geht ist natuerlich gaaaaaaanz am anderen Ende des Flughafens, aber gut, es gibt ja Laufbaender.
Am Gate angekommen, ist der Flug noch nicht mal ausgeschrieben.
Zu diesem Zeitpunkt ist es in Deutschland kurz nach 4:00 Uhr morgens, in Dubai kurz nach 6:00 Uhr morgens. Als erstes finde ich die Toilette und bemerke, dass sich alleine reisen auch hier als ziemliches Abenteuer herausstellt, denn mein Trolli muss ja irgendwie mit...
Mein Durst treibt mich dann Richtung Burger King. Mir ist sowieso ganz schwummerig und ich beschliesse, dass diese Ausnahmesituation eine grosse Coke erfordert. Ausserdem habe ich den Nachtisch im Flieger nicht angeruehrt und somit spricht nichts gegen einen riesen Zuckerschock. Nur eins habe ich irgendwie nicht beachtete, mit Euro laesst sich in Dubai nicht zahlen. Also latsche ich wieder los, vorbei an all den Verrueckten, die es fertig bringen um diese Uhrzeit ein Burger-King-Menue zu verschlingen.
5 Minuten spaeter finde ich einen Tauschschalter, und tausche meine Euro in die Waehrung, deren Namen ich nichtmal kenne, die man dort woghl aber zu benutzen scheint.
Zurueck bei Burger King bestelle ich eine meine "big Coke". Was ich nicht weiss: es geht hier nicht um deutsche Verhaeltnisse und so arbeite ich mich zwei Minuten spaeter mit einem 1-Liter-Becher, voll bis obenhin, an einen Tisch vor, der gerade frei wird.


Mein Trolli und meine Handtasche werden mit Adleraugen bewacht. Ich schluerfe meine Cola und bin, zumindest fuer den arabischen Teil der jungen Maenner, eine echte Attraktion. Ich beobachte also mal wieder mein Umfeld (nur nicht einschlafen, bloss nicht einschlafen...). Dann aktiviere ich mein Handy, und, ich habe Empfang, ein Lichtblick:)
Ich bekomme sogar eine Begruessungs-SMS der Vereinigten Arabischen Emirate. Dann setzt sich ein aelterer und wirklich sympathischer Mann zu mir an den Tisch und endlich hab cih wieder jemand zum Quatschen:) Er ist geschaetzte 70, hat graeuliche Haare, ist ganz schmaechtig und beist mit Vergnuegen in seinen XXL-Whopper.
"Good Appetite", in meinem Magen dreht sich alles. "Not really" antwortet er und grinst, "Just Fast Food".
Er kommt nach eigenen Angaben aus "South Africa", hat gerade einen Urlaub in Indien verbracht und hat noch diverse andere Ziele im Depot, die er unbedingt noch anfliegen muss.
Noch eine Stunde bis ABflug. Ich verabschiede mich und rase zum Zaehne putzen auf die Toilette, die Cola hat einfach meinen ganzen Mund verklebt. Immerhin sit mein flaues Gefuehl im Magen weg. Es wurde ersetzt. Jetzt fuehle ich mich wie eine riesige, Cola-Kugel. Ich kann mir den Spass im Flugzeug praktisch shcon ausrechenen.
Ich kaufe im Duty Free Shop ein Notizbuch (sonst haette ich mir all das bestimmt nicht so detailgetreu merken koennen und ich brauche Beschaeftigung...) und finde es ganz hinten neben den rosa Pluschekroenchen fuer angehende Prinzessinnen. Die Tuete, in die es die Verkaeuferin einpackt hat trotz der durchaus geringen Groesse meines Notizbuches, die Ausmasse einer blauen Ikeatuete, also die, wo ein halbes Kinderzimmer reinpasst.
Endlich bin ich am Gate, eine dreiviertel Stunde vor Abflug. Dort angekommenb winkt mich ein Flughafenmitarbeiter hektisch durch. Ich bin in der letzten Gruppe.
Die ganze Zeit klimaanlagenverwoehnt werden wir jetzt mit den mitlerweile 37C Aussentemperatur konfrontiert, ab in den Zubringerbus. Dieser hat sogar eine Klimaanlage, allerdings nur vorne. Ich stehe hinten. Waehrend der Fahrt wird mir auch klar, warum am Schlater so eine Hektik war. Die Zubringerfahrt gleicht einer Flughafenrundfahrt. Es dauert geschlagene 20 Minuten bis wir am Flugzeug ankommen.

Vor mir im Bus steht eine Frau arabischer Abstammung. Sie ist von oben bis unten vershcleiert und haelt ein riesiges Plueschkamel im Arm. Der Kopf schaut in meine Richten, der Hals ist zwischen ihren Koerper und Arme gequetscht, der restliche Koerper baumelt nach unten. Durch den nicht gerade sanften Fahrstil des Fahrers sieht es aus, als wuerde das Kamel tanzen, allerdings ohne Luft zu bekommen, denn es hat zwei riesige Glubschaugen und ein paar zerzauste Haare auf dem Kopf. Komischerweise erinnert mich dieses Kamel an mcih selbst. Wenn es in seinen Hoeckern genauso viel hat wie ich im Bauch, dann weiss ich genau wie es ihm geht. Kurz darauf bemerke ich, dass ich sehr muede sein muss, denn ich philosophiere ueber Plueschkamele.
Ich beschliesse mich etwas Anderem zu widmen und spreche das Maedchen neben mir an. Ich brauche Kommunikation, wenigstens ein bisschen.
Sie kommt aus der Schweiz und will fuer ein halbes Jahr freiwillig in der Naehe von Bangkok arbeiten, wo ihre Mama und ihre restliche Familie schon warten. Waehrend wir durch die gluehend heisse Sonne auf der Treppe ins Flugzeug steigen, kommen Gedanken an Strandtage in Dubai auf. Wir muessen diese aber Wohl oder Uebel wieder verwerfen und uns damit abfinden, dass uns unser Flug in den Winter bringt.

Mittwoch, 12. August 2009

Teil 2 - Der Flug nach Dubai

Eike und Ann-Kathrin geben mir irgendwie ein bisschen Sicherheit und schwups fuehle ich mich ganz wohl. Ann-Kathrin und ich entdecken noch vor Abflug, natuerlich mit der technisch kompetenten Hilfe von Eike, die "Forward"- und "Downward"-Kamera am Flugzeug, unzaehlige Fernsehprogramme, Musik und Filme.
Notiz an Kerstin: Viele Filme gibt es auch auf DEUTSCH!!!!
Als wir endlich in der Luft sind, entscheide ich mich erstmal fuer was Leichtes. "Bride Wars", den gibt es immerhin auch auf Deutsch:)
Nach einer halben Stunde kommt das gross angepriesene 5-Gaenge-Menue. Es schmeckt auch wirklich gut, dennoch schaffe ich hoechstens die Haelfte. Der Flug ist um 22:20 Uhr gestartet, 23:00 Uhr ist mir fuer solche Massen an Essen dann doch zu spaet.

Ich durchstoebere die Tasche am Sitz vor mir. Bei meinen Kopfhoerern finde ich auch Aufkleber fuer an die Sitze. Da heisst es: "Wake me up for Duty Free" (den entsorge ich gleich...), "Wake me up for (hier findet sich dann ein Bild mit Messer,Gabel und Teller und ich verstehe sofort...DER koennte mir noch nuetzlich werden:)) und "Do not Disturb". Gute Idee finden wir.

Der Flug dauert 6 Stunden, 2 Stunden kann ich ziemlich unruhig schlafen.
Auf dem Bildschrim laeuft, abwechselnd mit den Fussbewegungsuebungen, die Flugroute.
Wir sind kurz vorm Verdursten. Zum Essen gab es komischerweise nur ein bisschen Wasser und die Klimaanlage macht den Hals furchtbar trocken. Die zweite Getraenkefuhre verschlafen wir Maedels, wie uns Eke dann spaeter berichtet.

Endlich fliegen wir Dubai an. Wir landen bei Sonnenaufgang. Auch hierfuer hat mein Foto einen extra Modus, der mich sogar darauf hinweist, den Foto bei Start und Landung auszuschalten, sowie auf die Anweisungen des Flugzeugpersonals zu hoeren.



Irgendwann kann man etwas schwarzes zwischen den Wolken erkennen, die Wolkenkratzer. Wir landen. Waehrend unser Flugzeug andockt, landen im Minutentakt 5 weitere Emirates-Maschinen. Ann-Kathrin und ich sind fasziniert.
Die Personen,die es schon am Anfang besonders eilig hatten ins Flugzeug zu kommen, sind auch die, die sich, kaum steht der Flieger, in die Gaenge werfen, um ja als Erste am Handgepaeck zu sein. "Deutsche Mentalitaet", grinst Ann-Kathrin und ich fuehle mich sehr bestaetigt.
Wir verlassen, mit den Letzten, entspannt den Flieger. Von den, um 6 Uhr Ortszeit 35 C merken wir im Antarktis- Dauerklimatisierten Durchgang nichts.
Nochmal eine Sicherheitskontrolle, dann machen wir uns auf die Suche nach unseren Gates, die leider jeweils am anderen Ende des Flughafen liegen.
So trennen sich unsere Wege und ich bin wieder fuer mich. Ich bin sowieso muede und hab RIEEEESEN Durst...

Leaving Home

Teil 1 - Abschied und der ganz gewoehnliche Flughafenstress
Montag, 10. August 2009.
Ausgerechnet Mamas Geburtstag ist mein Abflugtag und uns allen faellt der Abschied nicht gerade leicht.
Immerhin spielt das Wetter einigermassen mit und so kommen Papa und ich schnell zum Flughafen. Ich habe beschlossen saemtliche Lieder auf der Fahrt mitzupfeifen, zur Ablenkung und weil Singen sich mit meiner verheulten Stimme wirklich furchtbar anhoert.

Die Schlange am Schalter zum Einchecken ist riesig, der Weg zur Toilette gleicht auf dem Frankfurter Flughafen allerdings einer Weltreise und so muss ich danach auch nicht mehr dran warten. Am Schalter schaut mich die junge Frau total entsetzt an: "Wollen Sie wirklich so lange bleiben, wie es auf Ihrem Ticket steht?"-"Ja!?!"-"Das geht aber nicht!" Ich bin total entsetzt. "Warum das?"- "Dazu brauchen Sie ein anderes Visum als normale Fluggaeste". Der Schock laesst nach, das Visum hab ich ja...In der Schlange lerne ich dann schon die ersten Leute kennen. Zwei Jungs die als Backpacker in den asiatischen Raum fliegen.

Eine Stunde vor Abflug muss ich dann durch die Sicherheitskontrolle und bin ab diesem Zeitpunkt alleine. Nur mein viel zu schwerer Trolli, mein Wintermantel und drei Pullis (die Lene liebevoll ineinander gestopft hat,sodass es aussieht als waere es einer....musste sein,haben nicht mehr in den Koffer gepasst)sind bei mir. Trotzdem bewahrheitet sich keine meiner Befuerchtungen. Ich muss weder alle drei Pullis uebereinander ziehen, noch wird mein MINDESTENS 3 kg zu schweres Handgepaeck gewogen.

Der Zollbeamte blickt mich ganz mitleidig an, ich muss furchtbar aussehen. "Es wird bestimmt super". Ich werfe ihm eine SEHR gequaeltes Laecheln zu und latsche durch.
"Smile and come trough". Der Mann an der Sicherheitsschleuse scheint mindestens genauso viel Mitleid zu haben. Ich nehme also meinen Koffer und schlappe in den Wartebereich. Irgendwo in einer Ecke bei einer kleinen Familie lasse ich mich nieder. Dort fuehle ich mich auf jeden Fall sicherer als gegenueber bei der afrikanischen Fussballmannschaft, die mich schon die ganze Zeit anstarren,als waere ich die Erste, die alleine reist.
Da ich ja niemand zum quatschen habe beobachte ich die Menschen um mich. Ich sehe nur Leute die zu zweit reisen oder als Gruppe, bestreite zwar, dass das so ist, meine Wahrnehmung ist da aber gnadenlos selektiv. Das ist dann auch das erste Mal, dass ich mich ein bisschen einsam fuehle. Nicht mal die Jungs vom Einchecken kann ich irgendwo sehen.
Dann beginnt das Boarding. Als erstes sind Reihe 40-50 dran, es wird praktisch von hinten aufgefuellt. Ich muss mit Reihe 35 noch warten.
Kaum ist die Durchsage vorbei, stuerzen die Leute los, um ja als Erste im Flugzeug zu sein, zumindest die Deutschen, oder die, denen ich andichte Deutsche zu sein:)

Dann laesst sich neben mir ein absolut gestresster Mann nieder, er ist grade reingestuermt. "Bei welcher Nummer sind wir?"-"40-50"-"Gut, dann muss ich noch warten".
Ich muss wirklich tieftraurig aussehen, denn auch dieser Mann sieht mich mitleidig an, obwohl ich extra schon wieder ein Laecheln aufgelegt habe.....
Immerhin komme ich so mit ihm ins Gespraech. Er fliegt nach Bangkok, aber ohne seine Freundin,die kommt nach, erzaehlt er mir. Dann muss auch ich ins Flugzeug. Auch die afrikanische Fussballmannschaft macht sich auf den Weg.
Im Flieger sitze ich (an meinem Fensterplatz) neben Ann-Kathrin und Eike. Auch diese Beiden haben ihr Abi gerade hinter sich und sind fuer ein Freiwilliges Soziales Jahr nach Kapstadt unterwegs.
Beide kommen aus dem Norden und sind genauso aufgeregt wie ich. Eike ist eher ungespraechig. Er sitzt mit seiner Lederhose, den Lederstiefeln und seinem Sonnenhut gespannt vor dem kleinenh Monitor und widmet sich der Technik. Trotzdem sind mir beide auf Anhieb sympathisch.

Freitag, 12. Juni 2009

Ab nach Neuseeland
oder: Eine Reise ins Ungewisse

Nur noch 59 Mal schlafen, dann geht es los nach Aotearoa, ins Land der Kiwis, ins von Deutschland 23.000 Kilometer entfernte Land „New Zealand“.

Für mich ein riesiges Abenteuer, das mich ans andere Ende der Welt führen wird, wo nicht nur Sommer und Winter verdreht sind.

Auch wenn die Vorstellung, am 10. August mit einem Wintermantel unter den Arm geklemmt einen 30-stündigen Flug anzutreten mich etwas befremdet, freue ich mich natürlich von Tag zu Tag mehr.

Schon die Vorbereitungen halten mich immer auf Trab, Reisepass erneuern, Einreisebestimmungen immer wieder prüfen, Visum beantragen, Weisheitszähne noch schnell entfernen lassen….an was ich da so alles zu Denken habe.

Nebenbei auch noch das Abi schmeißen. Und trotz meiner allerersten selbständigen Planung scheint alles so langsam anzulaufen und meine „To-Do“- Liste füllt sich mit Haken:)

Sämtliche Neuseeland-Bücher machen mir Mut: das Land absolut positiv, in jeder Hinsicht.

Die Leute weltoffen, lustige Extremsportler mit einer Vorliebe für Reisen, Kinder, Essen und ihren Wein genauso wie für die Natur, die sie umgibt.

Meine Reise endet vorerst in Nelson, einer Stadt mit rund 50.000 Einwohnern ganz im Norden der Südinsel. Die Nähe zur Cook Strait, der wunderschöne Strand und das Angrenzen an zwei riesige Nationalparks ziehen nicht nur die vielen Einwohner, sondern auch junge Leute aus der ganzen Welt nach Nelson.

Langweilig sollte mir also nicht werden, auch wenn ich die vielen Tanzfestivals in der Umgebung bedenke, wird mir ganz warm ums Herz.

Wie es mir ab August wirklich in Neuseeland ergeht könnt ihr dann in Zukunft hier verfolgen.

Vermutlich werden bei so vielen neuen Erlebnissen ein paar Unendlich-Texte hier ihren Platz finden, aber sicherlich nur zu Anfang. Mit kurzen, informationsreichen Texten hatte ich es eben noch nie, da muss dann alles ganz genau erzählt werden.

Manchmal reicht dann eventuell schon ein nüchternes Überfliegen:)

Neuseeland